Für Sie gelesen!

von Renate Haußmann | 6. Januar 2018

Sabine Hammer (2018): Pssst, ich schreibe eine Mail an Oma!

ISBN 9 783746 717630

 

Nicht mehr Kind und noch nicht erwachsen

(Renate Haußmann)

An der Schwelle vom Kind zur Jugendlichen kommen nicht nur unsere Kinder an Grenzen, nein, die ganze Familie befindet sich im Umbruch. Sabine Hammer, die Autorin von „Pssst, ich schreibe eine Mail an Oma!“ beschreibt diesen Schritt des Erwachsenwerdens aus der Sicht von Marie. Ein elfjähriges Mädchen, wie aus dem Bilderbuch, die diese Grenzen testet und dabei nicht nur die Eltern aus der Fassung bringt, sondern insbesondere sich selbst. Da ist es gut, wenn es eine Vertraute gibt, eine starke Erwachsene, die tröstet und Mut macht und die mit einem Medium der Kommunikation vertraut ist, dass jederzeit zur Verfügung steht. Hinter verschlossener Tür werden, zwischen Marie und der Oma, geheime Botschaften versendet und ohne Zeitverlust direkt beantwortet. Per Mail eröffnet Marie uns ihre Welt. Wir dürfen sie kennenlernen und lernen dabei sie zu verstehen. Dabei helfen uns die Rektionen der Großmutter, die den Weg des Ausprobierens und der Veränderungen einfach mitgeht, weil sie das Geheimnis aller Großeltern dieser Welt kennt: bedingungslose Zuneigung und Liebe.

Das Buch ist ein wunderbares Geschenk für Mädchen zwischen 10 und 15 Jahren und es ist allen Eltern zu empfehlen, die es wahrlich schwer haben gelassen und verständnisvoll zu bleiben, wenn die Kinder sich zurückziehen oder sich den Familienritualen verweigern. Sabine Hammer kennt sich aus. Die Mischung ihrer Erfahrungen als Mutter, Großmutter und Pädagogin machen den Blick auf eine Episode im Leben der 10jährigen Marie so anrührend und glaubwürdig.

 

 

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Kreatives Schreiben in Beratung und Coaching

von Renate Haußmann | 25. Januar 2017

Schreiben wirkt und wer schreibt, wirkt!

2017Wir können es auf einen Nenner bringen, wenn kreatives Schreiben zur Entwicklung von Ressourcen eingesetzt wird. Alles beginnt bei der narrativen Aufbereitung von Wissen und Erfahrungen. Kreativ-biografisches Schreiben unterstützt den Blick nach innen, genauso wie die poetische Selbstsorge, die nach vorn gerichtet ist.

Wer schreibt, verändert sich. Nicht nur in der Wortwahl und im Ausdruck, es ist insbesondere der intime Dialog mit inneren Bildern, die sich durch assoziative Methoden erzeugen lassen und es ist unausweichlich die Begegnung mit der eigenen Lebensphilosophie. Man kommt nicht daran vorbei, sich zu fragen „warum bin ich, wie ich bin“ und „warum tue ich, was ich tue“. Schon beim lauten Lesen der eigenen Texte beginnt diese reflektierende Ansprache an sich selbst und wer gemeinsam mit anderen schreibt, der braucht darüber hinaus Mut zur Begegnung. Kreatives Schreiben ist ein wissenschaftlich fundiertes Instrument zur Entfaltung einer individuellen Kraft ist  die jede/r von uns beherbergt und die uns zu Architekt/innen des eigenen Lebens machen kann, unsere Kreativität.

Der Blickwinkel dieses Lehrbuchs zeigt sich in der grundsätzlichen Haltung eines humanistischen Menschenbildes in systemisch-konstruktivistischer Denkweise und dem Respekt vor der Autonomie und Vielfalt aller Menschen. Zum Thema Diversity sowie zu den neuesten Erkenntnissen der Schreibprozessforschung ist Nadja Damm mit Beiträgen im Buch vertreten. Kreatives Schreiben ist ein wissenschaftlich fundiertes Instrument zur Entfaltung einer individuellen Kraft die jede/r von uns beherbergt und die uns zu Architekt/innen des eigenen Lebens machen kann – unsere Kreativität.

Diese Buch soll inspirieren und impulsgebend sein für professionelle Beraterinnen und Coaches, die kreatives Schreiben als Methode in ihrer Praxis einsetzen möchten; für Autodidaktinnen und Abenteurer auf der Suche nach neuen Wegen in der eigenen Profession oder zur Selbstentwicklung bis zur Entdeckung verborgener Talente, die zu eigenen literarischen Werken führen können; Für alle, die nicht nur über das kreative Schreiben lesen möchten, sondern es selbst ausprobieren wollen; für Verfechterinnen des kreativen Schreibens, die sich mit neuen Impulsen zu eigenen Konzepten und Schreibsettings anregen lassen möchten, um die Landschaft des kreativen Schreibens weiter zu befruchten und für alle, die Lust verspüren, ihre Kompetenzen zu erweitern und sich dabei (kreativ schreibend) zu spezialisieren, unabhängig davon, ob sie bereits Erfahrung mit kreativem Schreiben haben oder nicht.

Bestellen Sie im Buchhandel oder direkt hier:  Titelinfo 2017 (2)

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Für Sie gelesen. Lutz von Werder: Spirituelles Schreiben

von Renate Haußmann | 9. Mai 2015

Lutz von Werder (2014) Spirituelles Schreiben: Ein Praxisbuch für Einzelne und Gruppen. Schibri Verlag

Lesen – Denken – Anwenden – Überdenken

Mehr als ein halbes Jahr begleitet mich das Buch. Ich nehme es zur Hand und blättre darin. Bin freudig überrascht mir vertraute, mir wertvolle Namen von literaturschaffenden Frauen und Männer zu finden – durchgehend von Kapitel 1 bis 12 – schon im Inhaltsverzeichnis. Aber hab ich sie je als Mystiker/innen betrachtet oder in ihren Werken nach einer mystischen Philosophie gesucht? Lutz von Werder ist ein Meister der Inspiration, er verführt zum Denken – zum selber Denken. Und er ist ein Menschenfänger. Er würdigt jeden in der Gesamtheit seiner individuellen Erfahrungen, die mit praktischen Übungen des spirituellen Schreibens poetisch vertieft werden können und nennt es Spiritualität als Mystik für alle. Niedriger kann die Schwelle nicht sein um sich mit Unbefangenheit auf das Werk einzulassen. Die Impulse zum Schreiben finden sich in historischer Aufbereitung spiritueller Dichter der Moderne von Hölderlin über Rose Ausländer bis zu Paul Handke. Thematisch gegliederte Teilen werden mit Übungen abgeschlossen, die kreatives Schreiben mit praktischer Philosophie verbindet.. Mein Weg durch das Buch ist interessensgeleitet, angefangen vom Kapitel „Gottlose Mystik nach Ausschwitz“ und gleich danach „Der mystische Impuls im Marxismus“. Ich nehme es immer wieder zur Hand, wenn ich eigene Schreibkonzepte erarbeite. Nicht nur als Anregung für Schreibübungen, sondern auch um mich einzustimmen und mich darauf zu besinnen, dass der spirituelle Weg, ein Weg der Langsamkeit ist. Lutz von Werder bezeichnet sich selbst als praktischer Philosoph und so ist – mal wieder – aus der Praxis, ein Buch für die Praxis entstanden.

(Renate Haußmann)

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Für Sie gelesen

von Renate Haußmann | 23. Januar 2013

Heimes, S. (2012). Warum schreiben hilft. Die Wirksamkeitsnachweise zur Poesietherapie. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. 260 Seiten, Preis ISBN 978-3-525-40161-3. ISBN E-Book 978-3-647-40161-4

Vorgestellt von Renate Haußmann:

Prof. Dr. med. Silke Heimes ist für Menschen, die kreatives und therapeutisches Schreiben studieren, lehren oder für sich als selbsttherapeutisches und heilendes Instrument entdeckt haben, ein Begriff. Ihre Bücher Kreatives und therapeutisches Schreiben und Schreib es dir von der Seele (Vandenhoeck&Ruprecht), sind Standardwerke. Es war nur eine Frage der Zeit, wann Silke Heimes, deren erklärtes Ziel es ist, die Poesietherapie als therapeutisches Verfahren im deutschen Gesundheitswesen anerkennen zu lassen, den Nachweis über die Wirksamkeit des Schreibens führt.

Warum schreiben hilft und wer vom Schreiben besonders profitiert, wird ebenso wie die Begriffsklärung von Poesietherapie, einprägsam und verständlich in der Form beschrieben. Silke Heimes versteht es in besonderer Weise theoretische und wissenschaftlich fundierte Texte so aufzubereiten, dass eine spannende Choreografie entsteht, bei der man am Ende weiß, wie die Schritte gehen.

Ebenso spannend sind die Teile, in dem die Wirkungsfelder, die Wirkfaktoren und spezifischen Indikationen durch einzelne Untersuchungen nachgewiesen werden. Es ist ein Nachschlagewerk für Professionelle, für die sich mit den diskutierten Forschungs- und Evaluationsmethoden nicht nur neue Forschungsfragen erschließen, sondern auch Argumentationshilfen zur Legitimation ihrer Projekte. Und es ist unterstützt Menschen, die für sich Schreiben in klinischen-, wie ambulanten Beratungssettings als helfende Intervention nachfragen.

Silke Heimes motiviert zur Verbreitung und zur Erforschung von Poesietherapie als Heilmethode. Ihr Werk liefert wichtige Grundlagen dafür.

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