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Lyrischer Trialog in Serie

von Renate Haußmann | 28. Dezember 2018

Renate Haußmann ist Autorin und Dozentin für kreatives Schreiben. In der Reihe „Konzeptionelle Lyrik – Gedichte zu Dritt“ gibt sie Gedichtbände mit Schreibkolleginnen heraus, die den lyrischen Trialog als kreativen Impuls nutzen. Für 2019 sind Band 3 und 4 geplant.

Band 1

Barbara Rossi, Christiane Maria Luti und Renate Haußmann tauschen sich in „Wenn die Nacht kommt in Manhattan“ auf poetische Weise aus.

Gedichte sind wieder „in“ und sind wieder zu mehr gut als nur zum Ausfüllen von Poesie-Alben. Aus diesem Grund gewinnen auch die Lyriker selbst an Bedeutung und trauen sich aus ihren Höhlen heraus. Wichtige Literaturpreise werden an Lyriker vergeben und es gibt eine neue Welle von junge Autoren und Autorinnen, welche die Minimalisierung im Ausdruck nutzen und große Theater im Wettstreit mit Worten füllen. Beeinflusst von Form und Rhythmus junger Lyrik sind die drei Autorinnen dieses Gedichtbands in einen Austausch zu Themen der Zeit gegangen, die sie mit Werken ihres kreativen Schaffens verbinden.

Die Gedichte in „Wenn es Nacht wird in Manhattan“ von Barbara Rossi, Christiane Wenn die Nacht kommt in ManhattanMaria Luti und Renate Haußmann sind kein Dialog, sondern ein Trialog, der in lyrischer Freiheit ausspricht, was als Impuls eingedrungen ist. In dieser Dramaturgie werden Worte eingefangen und zu Zeilen geformt, die im Dreierschritt für das jeweilige Thema überraschende Räume öffnen und für die Leser und Leserinnen eine dreidimensionale Sicht liefern. Die Lyrikerinnen zeigen mit ihrem inspirierenden Band, was moderne Lyrik ist und dass sie sich auf keinen Fall verstecken muss.

„Wenn es Nacht wird in Manhattan“ von Barbara Rossi, Christiane Maria Luti, Renate Haußmann (Hg) ist ab sofort im tredition Verlag oder alternativ unter der ISBN 978-3-7469-0457-3 zu bestellen. Der tredition Verlag hat es sich zum wichtigsten Ziel gesetzt, jungen und unbekannten Autoren die Veröffentlichung eigener Bücher zu ermöglichen, aber auch Verlagen und Verlegern eine Kooperation anzubieten.  Alle weiteren Informationen zum Buch gibt es unter: https://tredition.de

Band 2

Kirsten Eckmann, Renate Haußmann (Hg), Andrea Katzenberger: „Kein Ton geht verloren. Gedichte zu Dritt“

Konzeptionelle Lyrik lebt von der Idee der Minimalisierung im Ausdruck und von der Irritation durch impulsgebende Einflüsse. Intuitiv ausgewählte Themen werden mit klassischer Dichtung in der Form vollendet. Zur Wahl stehen das Sonett, mit dem es gelingen kann in vier Versen eine Geschichte zu erzählen; die Ode, die mit einer feierlichen und erhabenen Sprache Raum für SarCoverkasmus und Ironie zulässt; und das Pantum, das mit der Wiederholung von Zeilen spielt und dabei nicht nur den Sinn ändert, sondern auch den Inhalt in neue Richtungen treibt. Die Form schafft Ordnung im Schwall der Worte und erzeugt den Rhythmus zur Entfaltung von Dramatik.

Es sind immer drei Autorinnen, die sich die Bälle zuwerfen und von der Vielfalt in diesem Spiel profitieren. Das ist der Rahmen für die poetische Kommunikation im Trialog, die sich durch die Anerkennung unterschiedlicher Wahrheiten befruchtet, sich mit individuellen Werten und Erfahrungen anreichert und dann eine unverkennbare Stimme zum Klingen bringt. Damit kein Ton verloren geht, werden Worte eingefangen und geformt, die den Autorinnen überraschende Räume öffnen und den Leserinnen und Lesern eine dreidimensionale Sicht ermöglichen.

Alle weiteren Informationen zum Buch gibt es unter: https://tredition.de

Topics: Ankündigungen, Sonstiges | Keine Kommentare »

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